9.288 Kilometer ist die legendäre Transsibirische Eisenbahn lang. Der Weg führt von Moskau nach Wladiwostok an der Pazifik-Küste. Urlauber wählen heute oft nicht mehr die klassische Route, die 2016 ihr hundertjähriges Bestehen feierte, sondern biegen hinter Irkutsk und dem Baikalsee Richtung Ulan Bator in der Mongolei ab und fahren von dort weiter nach China. Ob man mit dem regulären Linienzug oder einem der vielen Sonderzüge fährt, ist eine Frage von Abenteuerlust und Geldbeutel.

In sieben Tagen nach Peking

In der Holzklasse braucht man sieben Tage von Moskau nach Peking. In der zweiten Klasse ist es bequemer, der Fahrpreis mit rund 600 Euro für die Gesamtstrecke Moskau – Peking immer noch erschwinglich. Dann hat man allerdings von den bemerkenswerten Städten an der Bahnlinie wie Jekaterinburg und Nowosibirsk noch nichts gesehen, und auch den Sprung in den Baikalsee, der im Sommer mehr als 20 °C Wassertemperatur haben kann, hat der eilige Reisende verpasst. Eine individuelle Fahrt mit Zwischenstopps will sorgfältig geplant sein. Auch wenn der Schienenweg über hunderte Kilometer durch menschenleere Einöde führt, können die Züge rappelvoll sein.

Sonderzug mit Luxusklasse

Fahrten in Sonderzügen wie dem „Zarengold“ werden von vielen deutschen Reisebüros angeboten. Fahrt, Aufenthalte und Ausflüge sind den Wünschen der Touristen angepasst. Allerdings kostet die Reise im Transsibirien-Express mit klimatisiertem Abteil, Reiseleitung und Unterhaltungsprogramm auch vielfach mehr als die einfache Fahrkarte. Mit rund zweihundert Teilnehmern unterschiedlichster Nationalitäten kommen gesellige Naturen voll auf ihre Kosten. Individualisten werden sich aber doch eher für die Fahrt unter Einheimischen entscheiden.

Mehr Tipps und Infos rund um Fernreisen gibt’s auf dem Blog weit-weg.reisen.

Bild: bigstockphoto.com / toiletroom

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